Bakterien
Bakterien sind einzellige Mikroorganismen ohne Zellkern (Prokaryoten), deren Größe typischerweise zwischen 0,1 µm und bis zu 700 µm liegt. Sie gehören zu den ältesten Lebewesen auf der Erde – erste Fossilien (z. B. Cyanobakterien in Form von Stromatolithen) lassen sich auf bis zu 3,5 Milliarden Jahre datieren Bakterien existieren in einer enormen Vielfalt von Formen: kugelförmig (Kokken), stäbchenförmig (Bazillen), spiralig, filamentös oder flechtförmig; viele Arten bilden Ketten oder Cluster . Sie sind fast überall zu finden – in Böden, Wasser, Luft, auf Pflanzen, Tieren und Menschen – und zeichnen sich durch extreme Anpassungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit aus.
Bankirai
Bankirai, auch Bangkirai oder Bangirai geschrieben, ist ein tropisches Hartholz, das aus Südostasien stammt (z. B. Indonesien, Malaysia, Philippinen). Wegen seiner enormen Härte, seiner natürlichen Öle und hohen Dichte zählt es zu den beliebtesten Holzarten für den Außenbereich – insbesondere für Terrassenbeläge.
Basaltstein
Basalt ist ein feinkörniges, vulkanisches Ergussgestein, das bei der raschen Abkühlung von Magma oder Lava entsteht. Er erscheint meist dunkelgrau bis schwarz und überzeugt durch seine sehr hohe Härte, Dichte und natürliche Witterungsbeständigkeit. Aufgrund dieser Eigenschaften eignet sich Basalt hervorragend für den Einsatz im Außenbereich, z. B. als Pflaster, Mauersteine, Gartenkies oder dekorative Elemente.
Basisch
Der pH-Wert einer Lösung gibt an, wie sauer oder basisch eine Lösung ist. Ist der pH-Wert = 7, dann liegt eine neutrale Lösung vor. Ist der pH-Wert < 7, dann handelt es sich um eine saure Lösung. Ist der pH-Wert > 7, dann ist eine Lösung basisch bzw. alkalisch. Die wässrigen, alkalischen Lösungen werden als Laugen bezeichnet. Die in der Industrie häufig verwendeten Laugen sind Natronlauge, Kalilauge, Chlorlauge und Calciumlauge. Die Laugen lösen Fette schnell und daher eignen sich besonders gut in der Bauindustrie als Reinigungsmittel oder als Abbeizmittel.
Baualtersklassen
Baualtersklassen sind eine Einteilung von Gebäuden nach ihrem Baujahr, die von der Bundesregierung auf Basis von Bauschadensberichten und Forschungsarbeiten eingeführt wurde. Sie dienen dazu, typische Eigenschaften der Bausubstanz, verwendete Materialien und Bauweisen zuzuordnen, die sich im Laufe der Zeit verändert haben. Dabei spielen auch regionale Unterschiede und klimatische Einflüsse eine Rolle.
Die Baualtersklassen geben Aufschluss darüber, wie stark die Bausubstanz durch Alter, Konstruktion und eingesetzte Baustoffe belastet oder beschädigt sein kann. Sie helfen Fachleuten wie Architekten und Gutachtern dabei, mögliche Schadensbilder und Sanierungsbedarfe einzuschätzen.
Die Einteilung erfolgt in folgende Zeiträume:
- Gebäude bis 1918, meist massive Ziegel- oder Bruchsteinbauten mit Holzdecken und ohne Wärmedämmung,
- Gebäude von 1919 bis 1948, geprägt von einfachen Bauweisen und Materialknappheit während und nach den Weltkriegen,
- Gebäude von 1949 bis 1970, die mit dem Wiederaufbau und Wirtschaftswunder entstanden, oft mit Stahlbeton und ohne ausreichenden Wärmeschutz,
- Gebäude von 1971 bis 1990, bei denen erste Wärmeschutzvorschriften gelten, viele Plattenbauten und gelegentliche Verwendung von asbesthaltigen Baustoffen,
- sowie Gebäude nach 1990, die modernen energetischen Standards und verbesserten Baumaterialien entsprechen.
Diese Einteilung erleichtert die Planung von Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen sowie die Bewertung des Gebäudezustands.
Bauendreinigung
Die Bauendreinigung bezeichnet die gründliche Reinigung einer Baustelle unmittelbar vor der Übergabe des fertiggestellten Bauobjektes an den Auftraggeber. Ziel ist es, alle Baureste, Staub, Schmutz und Bauschutt zu entfernen und das Gebäude bezugsfertig zu machen. Dabei werden unter anderem Fenster, Türen, Böden, Sanitäranlagen und Küchenbereiche sorgfältig gereinigt.
Neben der Reinigung der Oberflächen umfasst die Bauendreinigung auch die fachgerechte Entsorgung von Baumaterialresten, Verpackungen und sonstigem Müll, der während der Bauphase angefallen ist. Die Arbeiten erfolgen meist in mehreren Phasen, beginnend mit der Grobreinigung und abschließend mit der Feinreinigung, um ein sauberes und gepflegtes Erscheinungsbild zu gewährleisten.
Eine professionelle Bauendreinigung ist wichtig, um Mängel sichtbar zu machen, den Wert des Bauwerks zu erhalten und einen reibungslosen Einzug zu ermöglichen. Sie kann von spezialisierten Reinigungsfirmen durchgeführt oder in den Bauablauf integriert werden.
Baufeuchte
Baufeuchte bezeichnet die gesamte Wassermenge, die während der Bauphase in einem Gebäude eingelagert oder eingebracht wird. Dieser Begriff wird vor allem bei Neubauten verwendet, da dort durch die Verarbeitung von Baustoffen wie Beton, Estrich, Putz oder Mörtel viel Wasser eingebracht wird, das erst im Laufe der Zeit wieder austrocknet.
Das Wasser befindet sich in den Wänden, Decken, Böden und deren Beschichtungen. Weitere Quellen der Baufeuchte sind Niederschläge, Tauwasser, Nebel oder Feuchtigkeit aus dem Baugrund. Nach der Fertigstellung des Gebäudes beginnt das Gebäude zu trocknen, die Baufeuchte nimmt ab.
Um Feuchteschäden und Schimmelbildung zu vermeiden, ist eine gezielte Steuerung der Trocknung durch regelmäßiges Lüften und effizientes Heizen notwendig. Dieser Prozess kann je nach Bauweise und Witterung bis zu ein bis zwei Jahre dauern und in dieser Zeit zu erhöhtem Energieverbrauch führen. Ein kontrolliertes Austrocknen ist entscheidend für die langfristige Bausubstanz und Wohnqualität.
Baugipse
Baugipse sind verschiedene Gipsarten, die im Bauwesen hauptsächlich für Putz‑, Stuck- und Estricharbeiten verwendet werden. Die Eigenschaften und Einsatzbereiche der Baugipse sind in der DIN 1168 bzw. der Vornorm DIN V 18550 definiert. Zu den gängigen Baugipsen zählen unter anderem Stuckgips, Putzgips, Fertigputzgips, Haftputzgips, Maschinenputzgips, Ansetzgips, Fugengips, Spachtelgips, Mörtelgips und Estrichgips.
Stuck- und Putzgipse bestehen aus reinem Gips ohne Zusatzstoffe, während die anderen Baugipse spezielle Zusatzstoffe enthalten, die beispielsweise die Verarbeitung, Haftung oder Trocknung verbessern. Aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzungen variieren die Verarbeitungs- und Trockenzeiten bei den einzelnen Baugipsarten deutlich. Daher ist es wichtig, die jeweiligen Herstellerangaben genau zu beachten, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Baugipse sind wegen ihrer guten Verarbeitbarkeit, schnellen Abbindezeit und Umweltfreundlichkeit nach wie vor sehr beliebt im Innenausbau.
Bauhaus-Tapete
Die Bauhaustapete geht zurück auf 14 Tapetenmustern die vom Bauhaus in Dessau/Weimar gestaltet wurden und die bis heute in Anlehnung an die Ursprungstapeten im Bauhausstil produziert werden. Die ersten 14 Tapetenmuster in diversen Farbtönen wurden mit vertikalen und horizontalen Strichelungen, Wellen, Rasterlinien und Gitter ausgeführt. Im Nationalsozialismus geschlossen konnte nur die Bauhaustapete nach dem Krieg wiederbelebt werden In modernen Bauhaustapeten findet sich die sich die Bauhaus-Philosophie von Minimalismus, Funktionalität und klare Linien wieder. Dem minimalistischen Ansatz wird durch dezenten Farbpaletten mit dominanten geometrischen Formen und Mustern Rechnung getragen und besitzt eine zeitlose Ästhetik. Heutige Bauhaustapeten sind Struktur-Vliestapeten.
Baukalk
Baukalk ist ein historisch bedeutender Baustoff, der bereits in der Antike verwendet wurde. Heute wird Baukalk hauptsächlich als mineralisches Bindemittel hergestellt, das zugleich auch pigmentierende Eigenschaften haben kann. Er entsteht durch das Brennen von Kalkstein oder Dolomit bei Temperaturen zwischen 1000 und 1200 °C.
Baukalk wird vor allem zur Herstellung von Kalkmörtel eingesetzt, der als Mauer- oder Putzmörtel in Innenräumen Verwendung findet. Kalkmörtel zeichnet sich durch seine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit aus, wodurch er aktiv zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit beiträgt und ein gesundes, angenehmes Raumklima schafft. Zudem wirkt Baukalk antibakteriell und schimmelhemmend, was ihn besonders für den Einsatz in Wohn- und Feuchträumen wertvoll macht.
Aufgrund seiner guten Umweltverträglichkeit und seiner Fähigkeit, Feuchtigkeit zu regulieren, ist Baukalk heute auch im modernen Bauwesen und bei Sanierungen von historischen Gebäuden sehr geschätzt.
Baumwolle
Baumwolle bezeichnet zum einen eine sehr alte Kulturpflanze, die seit Jahrtausenden weltweit angebaut wird, und zum anderen die Naturfaser, die aus den Samenhaaren dieser Pflanze gewonnen wird. Die Baumwollfaser besteht hauptsächlich aus Cellulose und ist besonders weich, atmungsaktiv und langlebig, weshalb sie vor allem in der Textilindustrie eine große Bedeutung hat.
Im Englischen wird Baumwolle als Cotton bezeichnet. Baumwolle spielt eine zentrale Rolle bei der Herstellung von Kleidung, Heimtextilien und anderen textilen Produkten. Aufgrund ihrer natürlichen Herkunft ist Baumwolle biologisch abbaubar und gilt als umweltfreundlicher Rohstoff, sofern sie nachhaltig angebaut wird.
Bauphysik
Die Bauphysik ist ein eigenständiges Teilgebiet des Bauwesens, das sich mit der Anwendung physikalischer Prinzipien auf bauliche Konstruktionen und Bauwerke beschäftigt. Sie umfasst verschiedene Bereiche wie Wärme‑, Feuchte‑, Schall‑, Luft- und Lichttechnik sowie den Brandschutz und die Energieeffizienz von Gebäuden.
Ein besonderer Fokus liegt auf den Durchlässigkeiten von Baustoffen und Bauteilen, etwa hinsichtlich Wärme‑, Feuchte- und Luftdurchlässigkeit. Auf dieser Grundlage werden Konzepte und Maßnahmen entwickelt, die den Schutz von Gebäuden vor Witterungseinflüssen, Feuchteschäden, Schallbelastungen und Energieverlusten gewährleisten.
Die Bauphysik ist seit 1945 als eigenständiges Fachgebiet anerkannt und grenzt sich klar von anderen Disziplinen ab: Statik und Tragwerkslehre beschäftigen sich mit der Berechnung und Stabilität von Bauwerken, während Materialeigenschaften in der Baustoffkunde und Bauchemie untersucht werden.
Bauproduktengesetz (BauPG)
Das Bauproduktengesetz (BauPG) ist ein deutsches Gesetz zur Umsetzung der europäischen Bauproduktenverordnung (EU-Verordnung Nr. 305/2011). Es legt harmonisierte Bedingungen für die Vermarktung von Bauprodukten fest und dient dazu, die technischen Regeln sowie Rechts- und Verwaltungsvorschriften für Bauprodukte in allen EU-Mitgliedstaaten anzugleichen.
Das BauPG sorgt dafür, dass Bauprodukte innerhalb des Europäischen Binnenmarktes einheitlich geprüft, klassifiziert und gekennzeichnet werden. Dies erleichtert den freien Handel und die Sicherheit von Bauprodukten in Europa. Die Verordnung trat am 1. Juli 2013 in Kraft und ist für alle EU-Mitgliedstaaten verbindlich.
Mit dem Bauproduktengesetz wird somit die Einhaltung der europäischen Vorgaben national rechtlich geregelt und die Qualität sowie die Zuverlässigkeit von Bauprodukten im Bauwesen sichergestellt.
Bauproduktenverordnung (BauPVO)
Der offizielle Titel lautet. Verordnung (EU) Nr. 305/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 2011 zur Festlegung harmonisierter Bedingungen für die Vermarktung von Bauprodukten und zur Aufhebung der Richtlinie 89/106/EWG des Rates. (Quelle: EUR-Lex; Access to European Union Law) Die BauPVO regelt die Angaben der Leistungen zu Bauprodukten gemäß harmonisierter Regelung wie Z.B. europäische Normen (DIN EN) und sie legt die Verwendung von CE-Kennzeichen fest. Es werden darin auch die Bedingungen für das Inverkehrbringen von Bauprodukten geregelt. Die Bauproduktenverordnung (BauPVO) trat für alle EU-Mitglieder am 1.Juli 2013 in Kraft und ersetzt die vorher geltende Bauproduktenrichtlinie (BPR).
Bauregelliste
Bauregelliste sind die Anforderungen, Anwendungen und Überwachung von Baustoffen beschrieben bzw. geregelt werden. Die Listen wurden vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) erarbeitet und herausgegeben. Wegen europäischem Gesetz wurden diese Listen zurückgenommen und durch „Muster Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen“ ersetzt.
Bauschädliche Salze
Die Salze können Schäden verursachen und Bauwerke stark gefährden. Zu den gefährlichen Salzen gehören Sulfate, Chloride und Nitrate. Die Anwesenheit dieser chemischen Verbindungen in mineralischen Baustoffen ist in unterschiedlichen Konzentrationen natürlich bedingt normal, z.B. im Mauerwerk, in den Steinen sowie im Putz- bzw. Mauermörtel. Kommen die Salze mit Feuchtigkeit in Berührung, kommen die gravierenden Folgen zustande. Durch die Bindung mit dem Wasser kristallisieren die Salze an der Oberfläche aus und verursachen weißliche bis gelbliche Rückstände (Ausblühungen). Anschließend führt dies sowohl zur Durchfeuchtung von Bauteilen, Putzabplatzungen und Rissen als auch zur Beeinträchtigung der Tragfähigkeit von Mauerwerk und Beton. Eine Sanierung des geschädigten Putzsystems kann mit einem Sanierputzsystem erfolgen. Dabei sind die flankierenden Maßnahmen, wie z.B. eine Vertikalisolierung oder Horizontalisolierung des Mauerwerks, zu empfehlen. Zur Ermittlung der Ursachen der Schäden und Bestimmung der gezielten Sanierungsmaßnahmen wird die Analyse bauschädlicher Salze durchgeführt, welche in mehreren Schritten erfolgt. Als erstes ist eine Sichtprüfung durchzuführen, bei der die Ausblühungen, Feuchtigkeitsflecken und Putzabplatzungen zu identifizieren sind. Als nächstes findet eine Feuchtemessung statt, um den Durchfeuchtungsgrad zu ermitteln und die betroffenen Bauteile festzustellen.
Baustoffklassen
Die Baustoffklassen (auch Brandschutzklassen) werden hinsichtlich ihres Brandverhaltens nach § 26 Abs. 1 Satz 1 MBO (Musterbauordnung) in verschiedene Baustoffklassen eingeteilt. Nichtbrennbare Baustoffe gehören zu der Baustoffklasse A und brennbare Baustoffe der Baustoffklasse B.
Die Baustoffklasse A ist zweifach abgestuft:
A1 = nichtbrennbar ohne brennbare Bestandteile (Ziegel, Beton, Steinwolle und die meisten metallischen Baustoffe)
A2 = nichtbrennbar mit einem geringen Anteil brennbarer Bestandteile (Gipskarton).
Die Baustoffklasse B ist dreifach abgestuft:
B1 = brennbar, schwer entflammbar (Holzwolle, gelochter Gipskarton)
B2 = brennbar, normal entflammbar (massive, holzbasierte Werkstoffe)
B3 = brennbar, leicht entflammbar (bauaufsichtlich als Baustoffe nicht verwendbare zahlreiche Kunststoffe, Papier, Stroh).
Baustoffverfträglichkeit
Durch die enorme Vielfalt an Baustoffen müssen die flüssigen und pastösen Kleb- und Dichtstoffe auf die Verträglichkeit mit den verschiedenen Baustoffen geprüft werden, um schädigende Wechselwirkungen zwischen dem Baustoff und dem Kleb- und Dichtstoff auszuschließen. Zu den Wechselwirkungen gehören mangelnde Haftung, chemische und physikalischen Unverträglichkeiten.
Bauteilfuge
Bauteilfuge bezieht sich auf den Verbindungspunkt zwischen verschiedenen Bauteilen in einem Gebäude oder Bauvorhaben. Dies können die Verbindungen zwischen Wänden, Böden, Decken oder anderen strukturellen Elementen umfassen.

Bautenschutzmittel
verhindern bzw. reduzieren die Folgen an Bauwerken, welche durch die Einwirkung von Feuchtigkeit und Mikroorganismen, Feuer oder Chemikalien auftreten. Als Schmutz- und wasserabweisende Beschichtung ist SYCOFIX® Fassadenschutz optimal geeignet. Metallbauteile lassen sich mit SYCOFIX® Rostschutz-Penetriermittel dauerhaft vor Korrosion schützen. Zum nachhaltigen Beschichten von Sockel- und Dachflächen ist SYCOFIX® Sockel- & Dachfarbe hervorragend geeignet. SYCOFIX® Sockel- & Dachfarbe ist in vier attraktiven Farbtönen erhältlich. Zum Schutz vor Schimmel eignet sich optimal der SYCOFIX® Spezialspachtel gegen Stockflecken und die SYCOFIX® Anti-Schimmelfarbe Super Weiss. Zum nachhaltigen und ökologischen Schutz von Innenwänden von z. Bsp. Garagen, Ställen und Kellern, ist SYCOFIX® Streichkalk die beste Wahl. SYCOFIX® Streichkalk verfügt über einen pH-Wert von 11–12 und wirkt damit nachhaltig gegen Schimmelneubefall. Unter der Zugabe von SYCOFIX® Antischimmel Zusatz lassen sich zudem alle gebrauchsfertigen oder mit Wasser anzumischenden Produkte mit einem Schutz gegen Schimmelbefall ausstatten.

Bauwerksbedingte Risse
Bauwerksbedingte Risse, auch konstruktionsbedingte Risse genannt, entstehen durch die Bauweise und den Untergrund des Putzes. Sie treten auf, weil Bauteile aus unterschiedlichen Materialien bestehen und durch Lage‑, Form- oder Volumenveränderungen beeinflusst werden. Diese Veränderungen können durch Klima, Temperatur, Alterungsprozesse, statische Belastungen, den Baugrund oder Fundamentsetzungen sowie weitere einwirkende Kräfte verursacht werden.
Bedenkenanmeldung
Eine Bedenkenanmeldung ist eine schriftliche Mitteilung des Auftragnehmers an den Auftraggeber, wenn Zweifel oder Bedenken bezüglich der Beschaffenheit oder Vorbereitung des Untergrundes bestehen.
Insbesondere bei Tapezierarbeiten muss der Auftragnehmer den Untergrund gemäß VOB Teil B §4 Nr.3 prüfen und

bewerten. Werden Mängel an den bereitgestellten Bauteilen, an der Ausführung oder an Vorleistungen anderer Unternehmer festgestellt, ist der Auftragnehmer verpflichtet, diese Bedenken unverzüglich und schriftlich zu melden, um Schäden oder Fehler zu vermeiden.
Befestigungsmittel
Befestigungsmittel sind Hilfsmaterialien, die dazu dienen, Bauteile dauerhaft und funktionssicher mit einem Untergrund oder miteinander zu verbinden – etwa Dämmplatten auf einer Wandfläche. Typische Beispiele sind Nägel, Schrauben, Dübel sowie Halte- und Verbindungsschienen.
Zusätzlich gewährleisten Befestigungsmittel laut Fachquellen nicht nur die mechanische Stabilität von Konstruktionen, sondern tragen je nach Einsatzbereich auch zur Erfüllung bauphysikalischer Anforderungen wie Wärme‑, Schall- oder Brandschutz bei.
Begriffe – (nicht verbindlich festgelegt)
Diese Formulierung zeigt an, dass die aufgeführten Begriffe nicht rechtlich verbindlich oder offiziell definiert sind, sondern in einem beschreibenden oder allgemeinen Sinn verwendet werden.
Beilegezette
Wenn Tapeten eine besondere Verarbeitung benötigen, sind diese in der Regel auf einem Beilegezettel oder Einrollzettel der Tapetenrolle beigefügt. Aus diesem können Informationen und Hinweise für die fachgerechte Verarbeitung entnommen werden. Diese sind z.B. Untergrundvorbereitung, Klebemittel, Weichzeit, Verklebung, Klebemittelauftrag, Tapezierhinweise etc.
Beiputzarbeiten
Beiputzarbeiten sind örtlich begrenzte Putzarbeiten, die dazu dienen, Fehlstellen oder beschädigte Bereiche im Putz auszubessern und eine durchgehende, gleichmäßige Oberfläche herzustellen. Sie werden häufig nach Einbauarbeiten, z. B. an Fenstern und Türen, durchgeführt, um angrenzende Wandflächen wieder fachgerecht zu schließen.
Zusätzlich dienen Beiputzarbeiten laut handwerklichen Standards nicht nur der optischen Angleichung, sondern auch dem Schutz der Bausubstanz vor Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen, insbesondere bei Übergängen zwischen Bauteilen.
Benetzbarkeit
Benetzbarkeit beschreibt die Eigenschaft einer festen Oberfläche, von einer Flüssigkeit benetzt zu werden – also wie gut sich ein Flüssigkeitsfilm auf dem Material ausbreiten kann. Ein zentrales Maß dafür ist der Benetzungswinkel: Je kleiner der Winkel zwischen Flüssigkeitstropfen und Oberfläche, desto besser die Benetzung.
In der Material- und Oberflächentechnik ist die Benetzbarkeit entscheidend für Prozesse wie Beschichtungen, Verklebungen oder das Auftragen von Farben, da sie die Haftung und Verteilung der aufgebrachten Substanz beeinflusst.
Benetzung
Benetzung beschreibt den physikalischen Vorgang, bei dem sich eine Flüssigkeit auf einer festen Oberfläche ausbreitet. Dabei spielen Adhäsionskräfte (zwischen Flüssigkeit und Festkörper) sowie Kohäsionskräfte (innerhalb der Flüssigkeit) eine entscheidende Rolle. Ob eine gute oder schlechte Benetzung erfolgt, hängt vom Zusammenspiel dieser Kräfte ab.
Im Zusammenhang mit Benetzung werden häufig Begriffe wie Benetzungswinkel, Randwinkel, Abperleffekt, hydrophob (wasserabweisend), hydrophil (wasseranziehend) und Oberflächenspannung verwendet. Diese Parameter sind wichtig z. B. bei Beschichtungen, Klebetechniken oder in der Werkstoffprüfung.
Benetzungsmittel
Benetzungsmittel werden eingesetzt, um den Benetzungsgrad einer Oberfläche zu erhöhen oder zu reduzieren. Dabei werden die Oberflächenspannungen von Substrat und Flüssigkeit erhöht oder reduziert.
Benetzungsprobe
Die Benetzungsprobe ist ein einfaches Verfahren zur Beurteilung der Saugfähigkeit eines Untergrundes. Dabei wird Wasser auf die Oberfläche geträufelt und das Verhalten der Flüssigkeit beobachtet.
Perlt das Wasser ab, gilt der Untergrund als nicht oder nur schwach saugend. Wird das Wasser hingegen schnell aufgenommen und zeigt sich dabei eine rasche Dunkelfärbung der Fläche, spricht man von einem stark saugenden Untergrund. Diese Prüfung ist wichtig, um die richtige Vorbehandlung und Materialwahl – z. B. Grundierungen oder Kleber – festzulegen.
Benetzungswinkel
Der Benetzungswinkel ist eine messtechnische Kenngröße, die angibt, wie gut eine Flüssigkeit eine feste Oberfläche benetzt. Er wird als der Winkel zwischen der Tangente am Flüssigkeitstropfen und der festen Oberfläche im Berührungspunkt gemessen.
Ein kleiner Benetzungswinkel (unter 90°) weist auf eine gute Benetzung und eine eher hydrophile Oberfläche hin, während ein großer Winkel (über 90°) auf eine schlechte Benetzung und eine hydrophobe Oberfläche hindeutet. Der Benetzungswinkel ist somit ein zentrales Kriterium zur Beurteilung der Oberflächenspannung und der Adhäsion zwischen Flüssigkeit und Festkörper.
Beratungsmerkblätter
Beratungsmerkblätter sind praxisorientierte Informationsdokumente, die fundierte Ratschläge, Anleitungen und Hinweise zu spezifischen Themenbereichen – häufig aus dem Bauwesen, der Technik oder verwandten Fachgebieten – bereitstellen. Sie dienen als unterstützende Hilfsmittel für Planer, Handwerker und Bauherren, um technische Anforderungen, Normen und bewährte Verfahren besser zu verstehen und anzuwenden.
Diese Merkblätter fassen oft wichtige Informationen kompakt zusammen und helfen dabei, typische Fragestellungen, Problemstellungen oder Anwendungshinweise schnell und verständlich zu klären.
Beruhigte Risse
Beruhigte Risse sind Risse in Bauteilen oder Baukonstruktionen, die sich nicht mehr verändern oder weiter öffnen. Das bedeutet, dass der Rissverlauf stabil ist und keine weitere Bewegung oder Vergrößerung der Rissbreite stattfindet.
Solche Risse gelten als unkritisch für die Tragfähigkeit des Bauteils, sollten aber dennoch regelmäßig kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass keine erneute Belastung oder Schadensentwicklung auftritt. Beruhigte Risse entstehen häufig nach der Anfangsphase von Spannungen oder Setzungen im Bauwerk.
Beschichtung
Eine Beschichtung ist ein festhaftender Überzug auf einem flexiblen oder festen Trägermaterial, wie beispielsweise einem Untergrund, Werkstück oder Substrat. Sie wird durch Aufbringen spezieller Materialien oder Stoffe erzeugt und dient dazu, das Aussehen oder die Eigenschaften des Trägers zu verändern oder zu verbessern.
Beschichtungen können optische Effekte wie Farbe, Glanz oder Mattierung erzeugen. Gleichzeitig verleihen sie dem Trägermaterial zusätzliche funktionale Eigenschaften, etwa Rostschutz, erhöhte Festigkeit, Kratz- und Schlagfestigkeit, sowie spezielle Eigenschaften wie Isolierung oder elektrische Leitfähigkeit. Dadurch spielen Beschichtungen eine zentrale Rolle in vielen technischen und gestalterischen Anwendungen.
Beschichtungsstoff-Typ
Der Beschichtungsstoff-Typ gibt an, für welche Art von Beschichtung ein bestimmtes Material oder Produkt geeignet ist. Dazu zählen beispielsweise Grundierungen, Farbanstriche, Lacke, Lasuren oder Schutzbeschichtungen.
Die genaue Zuordnung des Beschichtungsstoff-Typs ist wichtig, um die richtigen Produkte für den jeweiligen Einsatzzweck auszuwählen und eine optimale Haftung, Schutzwirkung sowie ein gewünschtes Oberflächenbild zu erzielen. Weitere Informationen und Beispiele finden sich unter dem Begriff Farbanstrich.
Beschichtungsverträglichkeit
Ein anderer häufig benutzter Begriff für Anstrichverträglichkeit.
Besenputz
Besenputz, auch Besenstreich-Putz oder Besenzugputz genannt, ist eine traditionelle Putztechnik zur optischen Gestaltung von Putzflächen. Dabei wird die noch feuchte Putzoberfläche mit einem Besen bearbeitet, wodurch eine charakteristische rillenartige Struktur entsteht.
Der Besenstrich kann in verschiedenen Mustern aufgebracht werden, zum Beispiel horizontal, vertikal oder wellenförmig, um der Oberfläche eine individuelle und dekorative Optik zu verleihen. Diese Technik wird häufig an Fassaden eingesetzt und bietet zudem eine leicht raue Struktur, die Schmutz besser kaschieren kann.
Besenwurfputz
Besenwurfputz ist eine traditionelle und alte Technik, um Kalkmörtelputz aufzutragen. Breits im 18. Jahrhundert nutzen Handwerker diese Technik, um mit Hilfe eines Besens, der später durch eine Putzleier bzw. Putzhexe abgelöst wurde., den Kalkmörtelputz aufzutragen. Besenwurfputz ist kalkgebundener Mörtel mit rauen Körnungen bis zu 4 mm. Heutzutage sind die Körnungen feiner.
Besenzugputz
Besenzugputz ist ein anderer häufig gebräuchlicher Ausdruck für Besenputz oder Besenstreich-Putz.
Beton
Beton wird aus den Grundstoffen Zement, Wasser sowie verschiedenen Gesteinskörnungen wie Sand, Kies oder Splitt hergestellt. Der Zement wirkt dabei als Bindemittel, das in Verbindung mit Wasser aushärtet und die Gesteinskörnung zu einem festen Verbundstoff zusammenfügt. Beton kann durch Zusätze oder Fasern in seinen Eigenschaften verändert werden, um besonderen Anforderungen gerecht zu werden. Im frischen Zustand ist er formbar und erhärtet nach einer gewissen Zeit zu einem stabilen Baustoff, dessen Festigkeit und Haltbarkeit von der Zusammensetzung und dem Wasser-Zement-Wert abhängen.
Betonflächen
Betonflächen sind ebene, ausgehärtete Bereiche aus Beton, die häufig in rechteckiger oder quadratischer Form gestaltet werden. Sie dienen als Grundlage für Bauwerke, Gehwege, Terrassen oder Industrieböden und zeichnen sich durch ihre hohe Stabilität und Langlebigkeit aus. Je nach Verwendungszweck können Betonflächen zusätzlich bearbeitet, versiegelt oder beschichtet werden, um ihre Optik und Widerstandsfähigkeit zu verbessern.
Betonschutzmittel
Betonschutzmittel dienen dazu, Betonoberflächen vor schädlichen äußeren Einflüssen wie Witterung, Feuchtigkeit oder chemischen Belastungen zu schützen und gleichzeitig die mechanischen Eigenschaften zu verbessern. Dabei handelt es sich meist um Imprägnierungen oder Beschichtungen auf Basis von Kunstharzen, Epoxid‑, Polyurethan- oder Acrylharzen. Sie verhindern das Eindringen von Wasser, Salzen und Kohlendioxid, wodurch die Gefahr der Korrosion der im Beton enthaltenen Stahlbewehrung erheblich reduziert wird.
Betonwerkstein
Betonwerksteine sind nach DIN 18500‑1:2022‑10 Bauteile oder Elemente aus bewehrtem oder unbewehrtem Beton, die aus Zement und Gesteinskörnungen gemäß den Vorgaben dieser Norm hergestellt werden. Die sichtbaren Flächen werden werksteinmäßig bearbeitet oder optisch besonders gestaltet. Für die Oberflächenbearbeitung kommen Techniken wie Auswaschen, Sandstrahlen, Flammstrahlen, Bossieren, Spritzen oder Schleifen zum Einsatz, ähnlich wie bei der Bearbeitung von Naturstein.
Bettungsmörtel
Bettungsmörtel werden oft auch Verlege- oder Drainagemörtel. Bettungsmörtel sind zementbasierte Mörtel, die vor allem als Unterbau beim Verlegen von Pflaster- oder Natursteinflächen werden. Seine Eigenschaften werden vor allem durch seine Belastbarkeit und Wasserdurchlässigkeit bestimmt. Bettungsmörtel gleichen beim Verlegen zudem Unebenheiten aus.
Bewegungsfugen
Bewegungsfugen, auch Dehn- oder Raumfugen genannt, dienen dazu, Bauwerke oder Bauteile in kleinere Abschnitte zu unterteilen, um unterschiedliche Bewegungen wie Dehnungen oder Stauchungen der einzelnen Bauabschnitte auszugleichen. Solche Bewegungen entstehen durch innere Spannungen oder äußere Einflüsse wie Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit, die bei verschiedenen Baumaterialien unterschiedlich stark ausfallen können. Durch die gezielte Anordnung von Bewegungsfugen wird die Gesamtausdehnung eines Bauwerks auf mehrere Abschnitte verteilt, sodass Spannungen reduziert werden. Für größere Dehnungen kommen spezielle Dehnfugenbänder oder ‑profile zum Einsatz. Wichtig ist, dass Bewegungsfugen nicht überarbeitet oder überputzt werden, da sie sonst ihre Funktion verlieren.
Bewegungsfugenprofil
Bewegungsfugenprofile werden im Trockenbau eingesetzt, insbesondere an Stellen, an denen größere Bewegungen oder Spannungen zu erwarten sind, wie im Übergangsbereich zwischen Wand und Decke oder an Stoßstellen zwischen Drempel und Dachschräge. Sie dienen dazu, die entstehenden Bewegungen aufzunehmen und Rissbildungen im Bauwerk zu verhindern. Zudem sorgen sie für einen sauberen und langlebigen Abschluss der Fugen.

Bewehrung (Armierung)
Bewehrung ist ein oft benutzter Begriff für Armierung bzw. Armierungsgewebe. Sieh Armierung und Armierungsgewebe.
Bewetterung
Bewetterung ist die Echtzeit Bewitterungsprüfung unter natürlichen Klimabedingungen von Beschichtungen. Die Bewetterung wird in dem Klima vorgenommen, wo auch der Einsatzort der Beschichtung ist wie z.B. am salzhaltigen Meer, im Hochgebirge mit hoher UV-Belastung und großen Temperaturwechseln, in Industriestandorten, auf dem Land etc.
BFS-Merkblätter
Sind Merkblätter, die vom Bundesauschuss Farbe und Sachwertschutz e.V. herausgegeben werden. Siehe Technische Merkblätter 7 und 16
Bianco Carrara Marmor
Bianco Carrara Marmor ist ein edler weißer grauer Marmor aus Naturstein, der im Nordwesten der Toskana abgebaut wird. Erste Vorkommen und eine lange Tradition des Abbaus und der Verarbeitung wurden in der italienischen Stadt Carrara und gaben so den Carrara Marmor den Namen.
Biegezugfestigkeit
Biegezugfestigkeit oder kurz Biegefestigkeit ist eine wichtige Materialkenngröße für sehr viele Materialien wie z.B. mineralische Mörtel, Beton, Holz, Metalle und viele mehr. Sie ist die Fähigkeit eines Stoffs einer Biegebeanspruchung zu widerstehen. Zur Ermittlung der Biegezugfestigkeit wird ein definierter Materialkörper, meistens ein Quader, auf zwei Ausleger gelegt und mittig mit einer steigenden Kraft beaufschlagt bis der Körper bricht. Aus den Daten des Körpers, den Abstand der Auflage und der aufgeschlagen Bruchkraft wird die Biegezugfähigkeit berechnet.
Bildtapete
Bildtapete ist eine Spezial‑, meist Vliestapete mit wandfüllenden, fortlaufenden landschaftlichen Szenen oder anderen Motiven. Sie ergeben sich aus aneinandergefügten und stoßverklebten Bahnen.
Bindemittel

Unter Bindemittel versteht man Stoffe oder Substanzen, die die verschiedenen Komponenten wie z.B. Pigmente, Zuschlagsstoffe, und Füllstoffe eines Materials zusammenhalten bzw. miteinander verbinden. Es gibt mineralische Bindemittel wie z.B. Zement, Kalkhydrat und organische Bindemittel wie z.B. Kunststoffdispersionen. Eine moderne Kunststoffdispersion wie unser transparent auftrocknendes SYCOFIX® Latex-Bindemittel gemischt mit SOPHIA® Color Plus Konzentraten ergibt eine brillante Lasur mit hoher Wischfestigkeit zur Veredelung von Oberflächen, die auch zur Veredelung von SYCOFIX® Geleimte Wandfarbe bestens geeignet ist. Als mineralisches Bindemittel für Silikatfarben ist SYCOFIX® Kaliwasserglas optimal geeignet.
Bindemittelabwanderungen
Die Bindemittelabwanderung ist das Abwandern vom Bindemittel oder anderen Bestandteilen aus dem Dichtstoff in die angrenzenden Baustoffe. Das Abwandern ist an der Verfärbung der Fugenradbreiche und/oder Verfettung an Natursteinen und Marmor zu erkennen.
Biofilm

Als Biofilm bezeichnet man eine Schleimschicht in der sich mehrere Mikroorganismen wie Algen, Bakterien, Pilze etc. zu einer Art Lebensgemeinschaft eingebettet haben. Durch den aus Bio-Polymeren bestehenden Film schützen sich diese Mikroorganismen vor Trockenheit und Bioziden. Biofilme bilden sich überwiegend in wässrigen Systemen an der Grenzfläche Gas-flüssig, flüssig-fest, flüssig-flüssig. Biofilme können sich also grundsätzlich an allen Grenzflächen bzw. Oberflächen bilden.
Biokorrosion
Biokorrosion ist die durch Mikroorganismen hervorgerufene korrosive Wirkung auf die Bindemittelstruktur von Baustoffen. Biokorrosion ist ein chemischer Prozess durch die von Mikroorganismen ausgeschiedenen organischen und anorganischen Säuren aus den Stoffwechselprozess der Mikroorganismen. Biokorrosion ist vielfach belegt an Beton- und Natursteinen. Es gibt sie auch an vielen anderen Bauwerkstoffen.
Biozid
Biozide, abgeleitet vom altgriechischen bios=Leben und lateinischen caedere=töten – also ´´Leben töten´´, sind Chemikalien oder Mikroorganismen zur Bekämpfung von Schädlingen wie Ratten, Insekten, Pilze und Bakterien, also Desinfektionsmittel, Rattengifte oder Holzschutzmittel, um nur einige zu nennen.
Die Verordnung (EU) Nr. 528/2012 (Biozid-Verordnung) der Europäischen Union definiert Biozide in Artikel 3 Absatz 1a) als:
„jeglichen Stoff oder jegliches Gemisch in der Form, in der er/es zum Verwender gelangt, und der/das aus einem oder mehreren Wirkstoffen besteht, diese enthält oder erzeugt, der/das dazu bestimmt ist, auf andere Art als durch bloße physikalische oder mechanische Einwirkung Schadorganismen zu zerstören, abzuschrecken, unschädlich zu machen, ihre Wirkung zu verhindern oder sie in anderer Weise zu bekämpfen“
Und „jeglichen Stoff oder jegliches Gemisch, der/das aus Stoffen oder Gemischen erzeugt wird, die selbst nicht unter den ersten Gedankenstrich fallen und der/das dazu bestimmt ist, auf andere Art als durch bloße physikalische oder mechanische Einwirkung Schadorganismen zu zerstören, abzuschrecken, unschädlich zu machen, ihre Wirkung zu verhindern oder sie in anderer Weise zu bekämpfen.“
Bitumen
Bitumen ist der Rückstand der schonenden Vakuumdestillation von Erdöl. Nachdem alle leicht- bis schwersiedenden Fraktionen wie kurzkettige Kohlenwasserstoffe, Benzin, Diesel, Leichtöle, Schweröle etc. dem Erdöl entnommen wurde bleibt eine schwarze, zähflüssige bis harte und klebrige Masse aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoffen zurück – der Bitumen. Bitumen ist thermoplastisch, abdichtend wasserunlöslich und gegen viele Materialien wie Salze, Mineralsäuren und Alkalien widerstandsfähig. Einzig gegen ähnlich basierte Stoffe wie Öle Benzin und organischen Lösungsmitteln reagiert Bitumen empfindlich. Bitumen wird in vielfältiger Form als Wasserschutz von Bauteilen eingesetzt. Bitumen ist nicht mit Teer zu verwechseln, da Teer aus Steinkohle durch Pyrolyse gewonnen wird.
Bitumendickbeschichtung PMBC (alt KMB)
Bitumendickbeschichtungen dienen vorrangig der Abdichtung von Fundamenten und Sockel gegen Feuchtigkeit und Wasser mit einer dicken Schicht Bitumen. PMBC (Polymer-Modified-Bitumenous-Coating) ist die neue Abkürzung, früher gab es die Abkürzung KMB (Kunststoff-Modifizierte Bitumendickbeschichtung).
Blähglas
Blähglas wird in einem aufwendigen Herstellungsverfahren aus Altglas hergestellt. Es ist aufgeschäumtes Glas mit kleinen gasgefüllten Poren bestehend aus Kugeln/Rundkörnern mit einer Größe von 0,04 – 16 mm und besitzt eine geschlossene Gitterstruktur. Blähglas ist sehr leicht, trotzdem druckfest, wärmedämmend, alkalibeständig, nicht brennbar, hoch belastbar und wird von Nagetieren, Schädlingen und Pilzen nicht angegriffen. Blähglas wird eingesetzt in Wärmedämmsystemen wie Wärmedämmplatten und Wärmedämmschüttungen und als Leichtfüllstoff in Leichtbeton, Leichtputz und leichten Spachtelmassen wie der gebrauchsfertige SYCOFIX® System Fugen- & Flächenfüller leicht.
Blähton
Blähton wird aus gemahlenen, granulierten und kalkarmen Ton mit homogen verteilten organischen Bestandteilen hergestellt und im Drehrohrofen bei ca. 1200°C gebrannt. Beim Brand verbrennen die organischen Bestandteile zu Kohlendioxid und der Ton bläht bis auf das Vier- bis Fünffaches des Ausgangsvolumens auf. Das entstandene Blähtonkorn hat viele in sich geschlossene Poren und eine gesinterte Oberfläche, das heißt die Oberfläche ist fest verschmolzen. Aufgrund der Eigenschaften wird Blähton in Wärmedämmschüttungen und als Leichtfüllstoff in Leichtputzen, Leichtmörtel, Mauersteinen, Leichtbeton, Wärmedämmplatten und in Wandfertigteilen im massiven Systembau eingesetzt. Blähton ist sehr leicht, trotzdem druckfest, wärmedämmend, nicht brennbar, und wird von Nagetieren, Schädlingen und Pilzen nicht angegriffen
Bläueschutz
Bläueschutz sind Mittel mit Bioziden, um die vom Bläuepilz beim Wachstum verursachte dunkel bläuliche Verfärbung von Holz zu verhindern bzw. stark zu verlangsamen. Die charakteristische Farbe von Bläue kommt nicht vom Bläuepilz, sondern von dem Schaden, den er beim Wachstum hinterlässt. Der Befall mit Bläuepilzen betrifft fast nur Nadelhölzer da Laubhölzer aufgrund ihrer Gerbsäuren einen natürlichen Schutz besitzen. Behandelt mit Bläueschutz werden rohe und unbehandelte Nadelhölzer.
Blasenbildung
Blasenbildung bezieht sich auf die Bildung von Blasen auf der Oberfläche eines Materials, die in der Regel durch eingeschlossene Luft oder Feuchtigkeit verursacht wird.
Blattgold
Blattgold sind sehr dünne Folien von reinem Gold oder einer hochkarätigen Goldlegierung. Nach mehreren Vorarbeiten werden Folien abwechselnd mit Pergamentpapier in speziellen Formen eingebracht. Durch mühsame Handarbeit werden die Goldfolien mit immer schwereren Hämmern auf eine Dicke von etwa 100 – 330 Nanometer gehämmert. 1 Nanometer (nm) ist der millionste Teil eines Millimeters. Blattgold wird in je nach Dicke in 3 Klasse eingeteilt
- Einfachgold (ca. 100 – 110 nm)
- Doppelgold (ca. 200 — 220 nm)
- Dreifachgold (ca. 300 – 330 nm)
Blattgold wird zum Vergolden von Gegenständen und Oberflächen eingesetzt und geben diese den Eindruck aus purem Gold zu bestehen.
Bleichen
Nicht erwünschte Verfärbungen werden durch Bleichen entfernt oder abgeschwächt. Dafür werden chemische Substanzen wie z.B. Wasserstoffperoxid, Hypochlorid etc. eingesetzt, die aktiven Substanzen wie z.B. Sauerstoff oder Chlor freisetzen und damit die Verfärbungen und Pigmente zerstören.
Bleifolie
Bleifolien sind dünngewalzte Folien aus metallischem Blei oder wie heutzutage bevorzugt Bitumenkaschierte Bleifolien. Sie werden seit Jahrzehnten für die Horizontalabdichtung im Mauerwerksquerschnitt eingesetzt. Blei ist sehr flexibel und lässt sich gut formen und und gut im Sägeschnitt unterbringen. Sie sind Aluminiumfolien vorzuziehen, da Blei eine relativ hohe Beständigkeit aufweist.
Blitzmörtel
Blitzmörtel ist ein in Minuten schnell abbindender Montagemörtel. Er eignet sich für die Schnellmontage von Geländern, Rohrleitungen, Mauerankern, Dübeln und vieles mehr und für die Schnellreparatur von Löchern, Rissen Ausbrüchen oder ähnliches aber auch zur wasserfesten und schnellen Abdichtung von Wassereinbrüchen.
Blitzzement
wird bei schnellen Renovierungs- und Montagearbeiten eingesetzt, bei denen ein schnelles Ergebnis erzielt werden muss. Aufgrund spezieller Zusätze bindet Blitzzement wie SYCOFIX® Blitzzement innerhalb weniger Minuten ab und kann umgehend belastet werden. Durch die kurze offene Verarbeitungszeit sollte der Einsatz von Blitzzement jedoch gut geplant werden.
Blower-Door-Verfahren
Das Blower-Door-Verfahren ist ein Differenzdruck-Messverfahren zur Bestimmung und Einschätzung der Luftdichtigkeit eines Gebäudes. Dazu wird ein Gebläse passgenau in eine Außentür oder Fenster eines Gebäudes installiert, um eine definierte Druckdifferenz zu erzeugen. Messinstrumente orten dabei über Luftströme Leckagen und ermitteln das entwichene Luftvolumen.
Bodenbelagfixierung
ist ein Haftvermittler zwischen dem Bodenbelag und dem Untergrund. Die Bodenbelagfixierung bewirkt den stabilen Halt des Bodenbelags. Bodenbelagfixierungen unterscheiden sich zwischen Universal-Bodenbelagfixierungen, wie die bewährte SYCOFIX® Universal-Bodenbelagfixierung, welche für sämtliche Bodenbeläge mit unterschiedlichen Rückenausstattungen verwendet werden, sowie Bodenbelagfixierungen speziell für Bodenbeläge mit Vliesrücken wie die hervorragende SYCOFIX® Vliesrücken-Bodenbelagfixierung. Bodenbeläge, welche mit Bodenbelagfixierung verlegt werden, können zu einem späteren Zeitpunkt z.B. bei einem Umzug rückstandslos vom Untergrund aufgenommen werden.
Bodenbelagkleber
dient der dauerhaften und festen Verklebung von PVC- und CV-Belägen, Teppichböden mit unterschiedlichen Rückenausstattungen inklusive Vliesrücken, planliegende Nadelvliesbeläge, Wandbeläge aus Kork, Linoleum, PVC und CV sowie Untertapeten und Wärmedämmstoffe. Hierzu empfehlen wir SYCOFIX® Universal Fußbodenbelagskleber
Bodenbeschichtung
Bodenbeschichtungen sind Beschichtungen von Böden in Industrie / Gewerbe und Lager. Es gibt sie auf Basis von Epoxid, Acryl und Polyurethan. Damit können je nach Einsatzort dem Boden bestimmte Eigenschaften verliehen werden wie Rutschfestigkeit, Antistatik, Versiegelung nach dem Wasserhaushaltsgesetzt, Schalldämmung, Wiederstandfähigkeit gegen Chemikalien und andere Materialien und viele mehr.
Bodenfliesen
Bodenfliesen sind spezielle Fliesen für den Einsatz auf dem Boden. Siehe Fliesen.
Bodenfuge
Bodenfugen sind Fugen im Boden oder im bodennahen Wandbereich. Unter bodennah bezeichnet man Anschlußfugen im Übergang Boden zur Wand und senkrecht verlaufende Fugen in der Wand bis zu einer Höhe von 1 m.
Bodenspachtelmassen
Bodenspachtelmassen ist ein anderer geläufiger Begriff für Ausgleichsmasse oder Fußbodenausgleichsmasse, siehe Ausgleichsmasse oder Fußbodenausgleichsmasse.
Bohrlöcher
sind am meisten an Wänden und Decken zu finden, nachdem Dübel entfernt worden sind. Diese können sehr leicht mit SYCOFIX® Feinspachtel oder SYCOFIX® Reparatur- und Umzugsspachtel beseitigt werden. Bohrlöcher können auch bei der Bearbeitung von Holz auftreten und sind leicht mit SYCOFIX® Holzkitt zu verschließen.
Bordüre
Unter Bordüre versteht man eine verzierte Kante oder Geweberand an Gegenständen zur optischen Aufwertung oder Verschönerung. Bei Tapeten nennt man diese auch Borte und bezeichnet so die mit farbigen Motiven und Ornamenten bedruckten Tapetenrollen, um eine optische Wirkung zu erzielen. Bordüren werden mit unserem SYCOFIX® Bordürenkleber schnell und sicher angebracht. Ein an der Wand im Raum umlaufendes dekoratives Band aus einzelnen Fliesen oder Fliesenbruchstücken nennt man Fliesen- oder Mosaikbordüre.
Bordüren-Kleber
Ein Bordüren-Kleber ist ein Spezial-Klebstoff bei dem die Formulierung und die Eigenschaften gezielt auf das Kleben von Bordüren eingestellt sind. Durch seine herausragenden Eigenschaften ist SYCOFIX® Bordürenkleber immer die beste Wahl.
Borsten
Borsten nennt man die besonders kräftigen Haare vom Haus- und Wildschwein. Borsten sind konisch, leicht gebogen und enden in zwei bis drei Spitzen, der sogenannten Fahne. Haare hingegen enden in einer individuellen Spitze. Borsten eignen sich besonders für Ringpinsel, breite Blechpinsel und Deckenbürsten.
Borsten – Kunstborsten
Kunstborsten sind künstlich hergestellte Borsten aus Nylon oder Polyester. Sie werden immer beliebter. Für Pinsel werden konische Kunstborsten gespitzt und geschlitzt. Für Deckenbürsten werden zylindrische Kunstborsten eingesetzt, die geschlitzt sind, also mit einer künstlichen Faser.
Bosse
Bosse, von mittelhochdeutsch bozen für „schlagen“ ist eine roh zugerichtete und somit buckelige und hervorstehende Vorderseite eines Natursteinquaders. Die Herstellung der Bosse wird bossieren genannt. Mauerwerk dessen Stirnseite grob behauen ist, also bossiert ist, nennt man Bossenwerk oder Rustika, von lateinisch ländlich.
Bossengewebe
Bossengewebe sind alkaliresistente Formteile aus Glasfasergewebe. Sie werden benötigt, um einen Bossenputz ausbilden zu können. Bossengewebe können bereits mit Bossennuten in unterschiedlichsten Ausführungen und Größen bezogen werden.
Bossennut
Bossennut ist typischerweise eine runde, dreieckige oder quadratische Vertiefung (Vertiefungsnut) zwischen zwei Bossen.
Bossenprofil
Bossenprofil ist ein Putzprofil, z.B. aus Edelstahl, zur Herstellung von Bossenputz bzw. Bossen.
Bossenputz
Bossenputz ist eine Imitation von behauenen Natursteinquadern den Bossen. Dazu werden in den Glattputz, entsprechend dem Natursteinvorbild, Strukturen eingearbeitet die den Putz als ein massives Natursteinmauerwerk erscheinen lassen. Die Strukturen können dabei durch einfaches Ritzen der frischen Putzoberfläche oder durch den Einbau von Bossenprofilen oder Holzlatten in den Glattputz, die nach dem Erhärten des Putzes entfernt werden und eine Bossenoptik zurücklässt.
Bossierung
Unter Bossierung versteht man die Herstellung von Bossen. Siehe auch Bosse.
Brandenburger Putz
Brandenburger Putz ist ein Deckputz, welcher nach einer regional angewandten Art strukturiert wird.
Brandriegel
Der Brandriegel auch Brandbarriere, Brandschutzriegel, Bauchbinde, Brandschutzschott oder Brandsperre genannt verhindert das Ausbreiten oder die Weiterleitung eines Brandes über die Fassadendämmung durch Unterbrechung der homogenen Wärmedämmstoff-Fläche mit Mineral- oder Steinwolle in unterschiedlichsten Platten. Für die Anordnung des Brandriegels gibt es bestimmte Vorschriften, die in den Systemzulassungen und in der Brandschutz-Info Nr. 6 vom VDPM (Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V.) beschrieben sind.
Brandschutz
Brandschutz umfasst alle Maßnahmen, die der Entstehung eines Brandes und die Ausbreitung von Feuer und Rauchgase vorbeugen und bei Ausbruch eines Brandes die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten ermöglichen. In diesem Zusammenhang spricht man auch vom Vorbeugenden und auch baulichen Brandschutz. In Gebäuden spricht man auch von aktivem und passivem Brandschutz. Aktiver Brandschutz versucht das Feuer zu löschen wie z.B. Sprinkleranlagen, Feuerlöscher, um nur einige zu nennen. Passiver Brandschutz kann ein Feuer nicht aufhalten, aber er kann die Auswirkungen des Feuers eingrenzen und die Ausbreitung verzögern, um eine Evakuierung zu ermöglichen bzw. die Zeit dafür zu verlängern. Dafür werden zum Beispiel die Versorgungsleitungen mit Hilfe von Brandschotts, Kabelbeschichtungen, Rohrmanschetten etc. eingesetzt die die Ausbreitung des Feuers verlangsamen und den Brand innerhalb eines Abschnittes z.B. Büroraum, eine Wohnung im Hochhaus zu halten. Der passive Brandschutz verhindert zusätzlich noch das Ausbreiten von toxischen Rauchgasen die weitaus höhere Schäden an Leib und Leben verursachen.
Brandschutzputz
Brandschutzputz ist ein brandschutztechnisch ertüchtigter Putz. Durch die Formulierung und der Inhaltsstoffe wird das Brandverhalten von Baustoffen verbessert und die Feuerwiderstandsklasse erhöht. Brandschutzputze verzögern die Temperaturweitergabe an Bauteile und somit auch die Ausbreitung eines Feuers.
Brandverhalten
Das Brandverhalten von Baustoffen wird nach DIN 4102 in Baustoffklassen auch Brandschutzklassen eingeteilt. In standardisierten und genormten Brandverhaltensprüfungen werden einzelne Baustoffe oder Kombinationen von Baustoffen geprüft und dann den Baustoffklassen zugeordnet.
- A = nichtbrennbare Baustoffe
- A1 = nichtbrennbar ohne brennbare Bestandteile
- A2 = nichtbrennbar mit einem geringen Anteil brennbarer Bestandteile
- B = brennbare Baustoffe
- B1 = brennbar, schwer entflammbar
- B2 = brennbar, normal entflammbar
- B3 = brennbar, leicht entflammbar (bauaufsichtlich als Baustoff nicht verwendbar)
Brandwände
Brandwände sind spezielle Wände, die zur Trennung oder Abgrenzung von Brandabschnitten eingesetzt werden. Sie bestehen aus nichtbrennbaren Baustoffen die hohen Temperaturen widerstehen und Temperaturen schlecht in angrenzende Abschnitte weiterleiten.
Brennverhalten
Brennverhalten ist ein anderer Begriff für Brandverhalten bzw. Baustoffklassen. Siehe Brandverhalten, Baustoffklassen.
Bronzedruck
Beim Bronzedruck werden Tapetenoberflächen mit Bronze oder metallisch schimmernden Pulver grundiert oder bedruckt. Für dem Einsatz ist unbedingt Klebeanweisung zu beachten, da Bronze wie auch andere Metalle stark auf Salze, Alkalien und Feuchtigkeit reagiert.
Buntsteinputz
Buntsteinputze werden häufig auch als Mosaikputze und Natursteinputz bezeichnet. Es handelt sich hierbei um eine sehr dekorative Variante des Dispersionsputzes. Der „Multicolor“-Effekt wird in Buntputzen ausschließlich durch naturfarbige Marmorkörnungen, eingefärbte Quarzkörner oder natürlicher Körner mit unterschiedlicher Farbe erreicht. Buntputze sind somit frei von Pigmenten und Füllstoffen. Als Bindemittel werden Flüssigkeiten auf Basis von Kunstharzen eingesetzt. Buntputze werden vor Allem außen auf Sockelflächen verwendet da sie neben den dekorativen Eigenschaften noch widerstandsfähig gegenüber mechanischen Einwirkungen und Feuchtigkeit sind.
Buttering-Floating-Verfahren
Das Buttering-Floating Verfahren, vielfach auch Floating-Buttering Verfahren genannt, ist eine Kombination aus zwei Verfahren, um besonders große Flächen wie große Fliesen, Wärmedämmplatten u.ä. zu verkleben. In diesem Verfahren werden sowohl der Untergrund (Floating-Verfahren) und die Rückseite der Fliese, Dämmplatte (Buttering-Verfahren) mit Kleber, Mörtel etc. beschichtet. Dadurch entstehen sehr wenige Hohlräume unter den Fliesen, der Luftporenanteil ist gering und erhöht die Festigkeit, es gelangt kein Wasser oder Luft zwischen Fliese und Untergrund und der Belag ist deutlich belastbarere. Deswegen ist das Buttering-Floating Verfahren ein Muss im Außenbereich da kein Wasser unterhalb der Fliese eindringen kann bzw. in Hohlräumen sammelt, dass dann beim Gefrieren durch Ausdehnung die Fliese beschädigt.
Butyl-Dichtstoff
Butyl-Dichtstoff bezieht sich auf einen Typ von Dichtstoff oder Klebematerial, das aus Butylkautschuk hergestellt ist. Er wird in der Bauindustrie häufig verwendet, um Fugen und Spalten abzudichten und das Eindringen von Wasser, Luft oder anderen Elementen zu verhindern
„Bauchbinde“
Bauchbinde ist eine andere gebräuchliche Bezeichnung für Brandriegel, Brandbarriere, Brandschutzriegel, Brandschutzschott oder Brandsperre. Siehe Brandriegel.